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Provisionen für Immobiliendarlehen

Die Provision bei der Darlehensvermittlung

Bei Immobilien geht es stets um viel Geld. Jeder will daran verdienen – das ist bei der Finanzierung des Kaufpreises nicht anders. Nur, „wer verdient dabei wie viel?“ – und könnten Internet-Finanzierungsportale nicht günstiger sein?

Es ist branchenüblich, dass der Finanzberater 1% der Finanzierungssumme als Provision bekommt. Das steht aufgrund der heutzutage geltenden Verbraucherschutzvorschriften auch im Darlehensvertrag. Dabei ist es egal, ob der Finanzberater in den Geschäftsräumen eines Finanzinstitutes, etwa einer Bank oder Sparkasse, sitzt, freier Finanzberater oder Darlehensvermittler ist oder sich hinter dem Betrieb eines Internet-Portals verbirgt. Die Darlehnsprovision wird nicht zusätzlich in Rechnung gestellt, sondern von dem Institut intern abgezogen und an die Mitwirkenden ausbezahlt.

Nur wenn Sie schriftlich vertraglich zustimmen, eine höhere Provision zu zahlen, würden Sie sich auch dazu verpflichten. Das gilt in der heutigen Zeit als selten durchsetzbar, zudem müssen Sie darauf auch hingewiesen werden. Es ist in jedem Fall ratsam, die Vertragsunterlagen sorgsam durchzulesen.

Wo ist nun der Vorteil der Internet-Finanzierungsportale, wenn die Provision schon die Gleiche ist?

Einige Vergleichsportale für Immobiliendarlehen können nach einmaliger Eingabe der, für die Finanzierung wesentlichen Daten, die Konditionen von verschiedenen Instituten anzeigen und auflisten. In sortierter Reihenfolge erscheinen für Ihre Finanzierungssituation mit den von Ihnen angegebenen Daten alle finanzierungswilligen Banken mit den günstigsten Konditionen und dem besten Zinssatz oben.

Wer, wie wir, an ein führendes Vergleichsportal für Immobilienfinanzierung angeschlossen ist, kann Ihnen aus den Ergebnissen die drei besten Banken und deren Finanzierungskonditionen nennen. Optional können Sie die nötigen Daten auch selbst im Internet eingeben und sich in die Angelegenheit ohne Berater einarbeiten. Die 1%ige Provision zahlen Sie in jedem Fall, nur dann ohne Beratung an den Betreiber des Internet-Portals. Was Sie in jedem Fall nicht bekommen, sind die Hinweise des Beraters zur Gestaltung des Darlehens hinsichtlich Laufzeit, eingesetztem Kapital, Eigenleistung, Sicherheiten und Tilgung. Die richtige Kombination ist das Know-How des Beraters. Seine Erfahrung und sein Wissen um das „was wirkt wie“ spart dem Kunden häufig durch die Optimierung von Laufzeit, Zinssatz oder Sondertilgung bares Geld.

Immobilienfinanzierung – die Sicht der Bank

Worauf die Bank bei der Immobilienfinanzierung achtet

Finanzinstitute gelten als undurchschaubar. Wer Geld braucht, bekommt oft keines oder muss hohe Zinsen zahlen und wer kein Geld braucht, erhält ungefragt Kreditangebote. Dazu passt ein Zitat von Thomas Jefferson: „Banken sind gefährlicher als stehende Armeen.“

Wenn Ihnen eine Bank 100.000 EUR zum Kauf einer Eigentumswohnung leihen soll, steht die Bank vor zwei Fragen:

  1. Kann der Käufer, bzw. der Darlehensnehmer, die regelmäßig aus Zins- und Tilgungszahlung bestehende Annuitäten vertragsgerecht aufbringen? – und –
  2. Wie bekommt die Bank Ihr geliehenes Geld wieder, sollten die vereinbarte Zahlungen ausbleiben?

Auch wenn Sie und Ihre Familie seit 25 Jahren treue Kunden einer örtlichen Bank sind, den Filialleiter duzen und die Kinder zusammen Fußball spielen – es heißt nicht, dass Sie dort eine gute oder überhaupt eine Finanzierung für Ihre Immobilie bekommen. Sollte es jemals zur „Vertragsstörung“ kommen, die Zahlungen also ausbleiben, muss der Kreditsachbearbeiter und der Filialleiter nachweisen, dass er seine Richtlinien eingehalten hat und keine unzulässige Sonderbehandlung gewährt wurde.

Glücklicherweise sind die Richtlinien der Finanzinstitute teilweise sehr unterschiedlich, so dass ein Immobilienkäufer einmal ein geschätzter Kunde wird und im anderen Fall erst gar kein Angebot erhält. Diese „Herauslagekriterien“ genannten Richtlinien sind mit der „Konditionentabelle“ die Grundlage für eine Kreditentscheidung. Generell gibt es zwei grundlegend verschiedene Ansätze der Banken, Kunden zu beurteilen. So ist es einerseits weit verbreitet, selbst bei der gleichen Höhe des Einkommen zwischen Berufsgruppen zu differenzieren und den nach Einkommensart und Berufsgruppe unterschiedliche Zinssätze anzubieten, oder bestimmte Berufsgruppen komplett auszuschließen. Beim anderen Ansatz erhalten Beamte, Angestellte oder Selbständige den gleichen Zinssatz und die gleichen Finanzierungskonditionen, wenn die Solvenzkriterien erfüllt sind – unabhängig von der Höhe des Einkommens.

Egal, ob der Kunde bekannt ist, oder nicht, bei der Schufa wird eine Einschätzung über den Kunden hinsichtlich seiner Kreditwürdigkeit angefordert, das sogenannte „Scoring“. Dieses Scoring gibt aus der Sicht der Schufa die Wahrscheinlichkeit wieder, dass es zu Vertragsstörungen kommt. Natürlich ist auch die Einkommenssituation, das Vermögen und die beruflich Situation von Bedeutung. Kunden, die der Schufa nicht bekannt sind, erhalten keinen Kredit.

Für die Beurteilung der Kreditwürdigkeit verzeichnet die Schufa alle Konten von Finanzinstituten, Kreditkarten, Mobil-Telefonverträge, Mitteilungen von Banken über Kredite, sowie Meldungen von Versandhäusern über die Geschäftsbeziehung zum Kunden. Mehrere womöglich noch kleine Konsumentenkredite, häufig wechselnde Telefonanbieter oder Mahnungen von Versandhäusern sind für die Frage in der Bank für die Kreditentscheidung „wem leihen wir große Geldsummen“ sehr schlecht. Richtig schädlich sind natürlich Mahnbescheide von Schufa-Mitgliedsfirmen und die private Insolvenz.

Während bei der einen Bank jeder Kunde, dessen Scoring über einem gewissen Mindestwert liegt und Einkommen in erforderlicher Höhe nachweisen kann, die gleichen Konditionen bekommt, z.B. bei unserer Partnerbank ING-DIBA, bekommen bei den meisten anderen Banken die Kunden mit einer schlechteren Einschätzung auch die schlechteren Zinskonditionen.